Neujahrsabenteuer nach Cornwall, Teil 1

Nach einem turbulenten Jahr 2017, war es mein größter Wunsch das neue Jahr am Meer zu begrüßen. Fernab von allen Verpflichtungen, Ablenkungen durch Social Media und Co.. Einfach nur das Hier und Jetzt genießen. Mein Herz sehnte sich danach den Blick über das Wasser streifen zu lassen, den Wind in den Haaren zu spüren und ganz viel frische Luft einzuatmen um Altes loszulassen: ein und aus, ein und aus. Ein kleiner Neubeginn im Einklang mit Mutter Natur…

Day 1

Am Neujahrsmorgen ging es also los: Das Auto vollgepackt mit Reiseproviant, Daunenjacken, Regenjacken, Handschuhen, Stirnband, Schal, Wanderschuhen, Wanderrucksack,… eben alles was man für einen Ausflug an die stürmische Küste des winterlichen Cornwalls braucht.

Kaum hatten wir die Autobahn bei Exeter hinter uns gelassen, erbot sich uns der Charme Cornwalls mit seinen kleinen Straßen, historischen Miniaturhäusern, sattgrünen Feldern und dem Gefühl ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit zurück gereist zu sein. Auch wenn es bei unserer Ankunft bereits anfing zu dämmern, mussten wir unbedingt noch ans Wasser. The Rock war unser Ziel. Und was für ein Blick uns bot: Ein tosendes Meer mit an den Felsen brechenden Wellen und ein Wind der alle Gedanken aus meinem Kopf zu blasen schien. Angekommen!

DAY 2

Am nächsten Morgen ging es zunächst nach Padstow. Diesem kleinen Fischerort musste ich einfach noch einmal eine neue Chance geben. Bislang hatte ich ihn nur in der Hochsaison erlebt in dem er von Touristen zu ersticken scheint. Belohnt wurden wir mit einem wirklich schönen Vormittag mit gemütlichen Shoppingbummel durch die vielen kleinen Geschäfte (neben all den Jacken und Stirnbändern hatte ich doch glatt eine Mütze vergessen- Pflicht im stürmischen Küstenwetter!), einem köstlichen Pasty (sogar glutenfrei, hurrah!) und Blick in den niedlichen Hafen. Sogar die störrischen Möwen zeigten sich von der besten Seite.

 

 

Gut gestärkt fuhren wir weiter südlich, Ziel unbekannt. Entlang der Küstenstraße ließen wir ein Dorf nach dem anderen hinter uns, den Blick immer auf die Küste gerichtet. Kein Navigationsgerät, kein Google-Maps, einfach nur dem inneren Kompass folgen: Wo fühlt es sich richtig an anzuhalten?

Und auf einmal war es da. Nur ein kleiner Wegweiser zeigte an, dass sich rechts von uns ein Aussichtspunkt befand- Carnewas at Bedruthan. Angehalten, Auto geparkt, gefühlte fünf Schichten angezogen und losmarschiert. Nicht nur der stürmische Wind wehte uns fast um, als wir um den ersten Busch kamen und sich die Küstenlandschaft in ihrer ganzen Pracht zeigte- was für ein Ausblick! Grüne Felder mit weidenden Kühen und Schafen hinter uns und die stürmische See vor uns. Wellen die an den steilen Klippen brechen und keine Menschenseele außer uns. Nur der tosende Wind und das Rauschen des Meeres in unseren Ohren. Und auf einmal war mir danach einfach mal laut zu schreien. Nach anfänglicher Überwindung (man kommt sich ja zunächst doch etwas dämlich vor), merkte ich wie befreiend es war einfach einmal alles herauszulassen. Sogar mein Mann stimmte irgendwann mit ein und so grölten wir für kurze Zeit aus vollem Leib entgegen den Wind und die peitschenden Wellen. Was tat das gut!

 

Fortsetzung folgt…

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