Cornwall Trip, Teil 2

Ein kleiner Einblick in unser Neujahrsabenteuer nach Cornwall. Teil 1 könnt ihr hier nachlesen.

Tag 3

Der Morgen startete mit heftigen Regenschauern. In all den Jahren hier in England habe ich selten so einen Regen erlebt. Binnen  Minuten bildeten sich riesige Pfützen auf den Straßen und dazu toste der Wind. Ob es so eine gute Idee war genau heute an die südlichste Spitze Englands zu fahren? Unbeirrt vom Wetter fuhren wir weiter gen Süden. Das Radio laut aufgedreht, und voller Zuversicht: das wird schon noch mit dem Wetter! Und wir sollten Recht behalten. Denn kaum bogen wir den kleinen Weg in Richtung Lizard ein, beglückte uns die Sonne in ihrer vollen Winterkraft. Der Wind wehte alle Wolken davon und wenn es nicht so stürmisch gewesen wäre, hätte man meinen können es sei der erste Frühlingstag. Einfach verrückt dieses Inselwetter.

Gut eingepackt versuchten wir uns aus dem Auto zu kämpfen. So einen Wind toste mir das letzte Mal in meiner Kindheit um die Ohren, als ein Orkan über meine Heimatstadt Düsseldorf wütete. Irgendwann schafften wir es dann an die Steilküste des Lizard Point. WOW, WOW, WOW… der Anblick der uns hier bot, treibte mir fast die Tränen in die Augen. Wie wunderschön kann eine Küstenlandschaft bitte sein? Kennt ihr das, wenn etwas so schön ist, dass man es mit der Kamera eigentlich gar nicht richtig einfangen kann? So ging es mir hier. Mal davon abgesehen dass mich der Wind beim Fotografieren jedes Mal fast umgeworfen hat, so kann die Kameralinse einfach bei Weitem nicht die Schönheit dieses Fleckchens Erde einfangen.

Wer einmal in der Nähe ist, sollte unbedingt auf eine kleine Stärkung ins Polpeor Cafe gehen (das südlichste Café Englands). Unscheinbar von außen, aber mit grandiosem Blick auf die Steilküste und das Meer.

Schweren Herzens machten wir uns weiter auf den Weg, denn unser eigentliches Ziel war Mullion. Dort hatte mein Mann uns eine Nacht in einem Luxus-Spa-Hotel gebucht- Polurrian Bay Hotel, wo einst Persönlichkeiten wie Winston Churchill und Clark Gable eine kleine Auszeit genossen. Direkt an der Steilküste gelegen, sticht das imposante weiße Gebäude von 1909 direkt ins Auge. Rosamunde Pilcher lässt grüßen! Den Tag verbrachten wir bei afternoon tea in der Vista Lounge mit 180 Grad Panoramablick auf die Mounts Bay und dem Atlantik, sowie im Spa-Bereich, wo ich mit einer Elemis Gesichtsbehandlung und einer Rückenmassage verwöhnt wurde. Abends ging es dann zum 3-Gänge Menü ins Hotelrestaurant, in der mir die beste Vorspeise aller Zeiten hatte: Eine Spinatsuppe. Klingt total unspektakulär, aber man war die lecker. Auch wenn Köche ihre Rezepte ja eigentlich nicht verraten, konnte ich mit Charme der Chefköchin tatsächlich das Rezept entlocken. Was für eine Ehre! Ich kann es kaum erwarten das Rezept nachzukochen.

Tag 4

Zeit wieder nach Hause zu fahren, nicht jedoch ohne vorher ein grandioses Frühstück mit Blick über den Atlantik zu genießen und mit Dankbarkeit auf die letzten Tage zurück zu blicken: Was geht es uns gut! Es sind genau diese kleinen großen Momente die das Leben so schön machen. Es muss nicht immer der Trip zu exotischen Zielen sein, das Glück liegt oft direkt vor unseren Füßen und wartet nur darauf von uns entdeckt zu werden.

 

Gut gestärkt machten wir uns auf Richtung Norden. Spontan entschieden wir uns dann noch in einem meiner Lieblingsorte Cornwalls Halt zu machen: Falmouth. Ein süßer Hafenort mit zahlreichen Cafés und Boutiquen- perfekt für einen gemütlichen Stadtbummel. Dort genehmigten wir uns dann noch ein Stück Kuchen und tea – what else- in einem kleinen Hafencafé und konnten noch einmal den Blick auf das Meer genießen…

Ach was war die Zeit schön hier in Cornwall, wir kommen definitiv wieder!

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